Lasertechnik im Innenausbau
Neben dem Anfertigen von Möbeln und dem Treppenbau gehört auch der Innenausbau zu den grundlegenden Tätigkeitsfeldern für Schreiner und Tischler. Diese fertigen und montieren Holzverkleidungen für Heizkörper, Wand und Deckenvertäfelungen. Auch leichte Trennwände und Raumteiler fallen in ihr Aufgabengebiet. Als Zuarbeiter für Glaser, Zimmerleute und Trockenbauer ist ein präzises Arbeiten für den Tischler unerlässlich. Die von ihm aus Holz gefertigten Bauteile müssen genau vermessen werden, um sich nahtlos in den Bau einzufügen.
Als klassische Werkzeuge dienen die Wasserwaage und der Zollstock. Die Lasertechnik kann jedoch in diesem Bereich eine nützliche Erweiterung darstellen, da auf diese Weise eine sehr präzise Vermessung möglich ist. Das Ziehen von Linien wird durch entsprechende Linienlaser erheblich vereinfacht. Dieser wird einfach an einer Wand befestigt und erzeugt dann eine durchgehende Linie, die als Markierungshilfe verwendet werden kann. Abgesehen von der höheren Genauigkeit hat der Tischler so auch beide Hände frei und kann dadurch effektiver Arbeiten. Diese Art Werkzeug ist besonders nützlich, wenn Wände eingebaut oder größere Bauteile zugeschnitten werden sollen.
Für das Verlegen von Oberbodenbelägen wie Parkett, Laminat oder Holzdielen kann ein Rotationslaser verwendet werden. Dieser erzeugt in einem bestimmten Radius eine Lichtmarkierung durch die eine Messung von Unebenheiten bzw. Höhenunterschieden möglich ist. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass der Untergrund absolut eben ist, bevor mit dem Bodenverlegen begonnen wird. Dies ist wichtig, damit es später keine Bodenwellen gibt, die im schlimmsten Fall eine Beschädigung der Dielen verursachen.
Lasermessgeräte sind heutzutage von entscheidender Bedeutung für das Baugewerbe, da sie ein präzises Arbeiten ermöglicht und so das Zuarbeiten der verschiedenen Handwerke im Innenausbau erheblich erleichtern.
